Den Auftakt bildet am Montag, den 26. Januar 2026, um 17:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung in der Aula des Schulzentrums Telgte, August-Winkhaus-Straße 4-6. Im Mittelpunkt steht der Vortrag von Dr. Knut Langewand, Leiter des Kreisarchivs Warendorf, der unter dem Titel „Neuanfang. Jüdische Rückkehr und Ansiedlung nach 1945“ die Herausforderungen und Entwicklungen jüdischen Lebens in der Nachkriegszeit beleuchtet. Schülerinnen und Schülern des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums Telgte werden die Gedenkveranstaltung durch eigene Beiträge sowie ein musikalisches Programm bereichern. Im Anschluss sind alle Teilnehmenden eingeladen, sich bei Getränken und jüdischen Spezialitäten aus der Bäckerei St. Nikolaus auszutauschen und die Eindrücke der Veranstaltung zu reflektieren.
Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, um 18:00 Uhr wird im „RELíGIO – Westfälisches Museum für religiöse Kultur“ in Kooperation mit der VHS Warendorf der Film „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ gezeigt. Das Drama aus dem Jahr 2009 mit Veronika Ferres und Armin Rohde in den Hauptrollen basiert auf den Erinnerungen der Jüdin Marga Spiegel und erzählt die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie, die während der NS-Zeit durch mutige Bauern in einem landwirtschaftlich geprägten Umfeld im Münsterland gerettet wurde.
Die jährliche Gedenkveranstaltung hat sich fest im kulturellen Leben der Stadt etabliert und wird in diesem Jahr durch die Zusammenarbeit verschiedener Partner gestaltet: Der Verein Erinnerung und Mahnung Telgte, die Stadt Telgte, das St. Rochus-Hospital, die katholische Kirchengemeinde St. Marien Telgte, die Evangelische Kirchengemeinde, das RELíGIO sowie das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte setzen gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns und der Solidarität.
„Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist für uns eine Herzensangelegenheit. Es erinnert uns daran, dass Menschlichkeit und Mut auch in den dunkelsten Zeiten Hoffnung schenken können“, erklärt Dr. Barbara Elkeles, Vorstandsvorsitzende des Vereins Erinnerung und Mahnung Telgte, stellvertretend für alle Kooperationspartner. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit neuen Partnern ein noch breiteres Angebot schaffen können, um die Erinnerung lebendig zu halten und den Dialog zu fördern.“
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an den beiden Veranstaltungen teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns und der Solidarität zu setzen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.



