Freitag, 11.03.2011

Krankenhäuser im Kreis Warendorf mit Politik an einem Tisch

Der Dialog fand in Ahlen statt: Verantwortliche aus sechs der sieben Hospitäler im Kreis Warendorf trafen sich mit drei Abgeordneten der CDU im St. Franziskus-Hospital zu einem „Krankenhaus-Gipfel“ für das Kreisgebiet. Beide Seiten brachten Fachinformationen ein und machten ihre Anliegen deutlich. „Ein vertrauensvoller Dialog mit der Politik wurde fortgesetzt, den wir auch künftig zum Nutzen der Hospitäler im Kreis Warendorf, ihrer Patienten und ihrer Mitarbeiter weiter führen möchten“, so Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der St. Franziskus-Stiftung Münster, unter deren Dach vier Krankenhäuser im Kreis stehen.

Im Gespräch über die Gesundheitsversorgung im Kreis Warendorf (v.l.): Winfried Mertens, Verwaltungsdirektor St. Franziskus-Hospital Ahlen, Volker Hövelmann, Geschäftsführer St. Rochus-Hospital Telgte, Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand St. Franziskus-Stiftung Münster, Bernhard Recker MdL, Ahlen, Christoph Wolters, Verwaltungsdirektor Klinik Maria Frieden Telgte, Tobias Dierker, Referent Marketing & Kommunikation Josephs-Hospital Warendorf, Dr. Rudolf Henke MdB, Vorsitzender „Marburger Bund“, Dr. Jan Deitmer, Verwaltungsdirektor St. Elisabeth-Hospital Beckum, Reinhold Sendker MdB, Sendenhorst, Werner Strotmeier, Geschäftsführer Krankenhaus St. Josef-Stift Sendenhorst.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand neben den Themen Patientenrechte und Hygiene im Krankenhaus die Entwicklung der medizinischen Versorgung. Auch der in Deutschland bestehenden Ärzte- und Pflegekräftemangel wurde angesprochen.

Die politischen Mandatsträger stellten den Verantwortlichen der Krankenhäuser den Beschluss „Das Angebot vom Bedarf des Patienten her gestalten – 14 Vorschläge für eine Reform der medizinischen Versorgung in Deutschland“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor. Das Papier enthält unter anderem Vorschläge, um den Arztberuf und andere Gesundheitsberufe attraktiver zu machen, etwa durch Entlastung von bürokratischen Tätigkeiten sowie durch Nachwuchsförderung und Weiterbildung. Auch sollen die Zahl der Studienplätze für Humanmedizin erhöht und das Auswahlverfahren nicht mehr ausschließlich an der Abitur-Note orientiert werden.

Die ursprünglich von der Politik diskutierte verpflichtende Vorhaltung von Zwei-Bett-Zimmern als Standard in allen Krankenhäusern ist nicht mehr Bestandteil der Reformvorschläge.

Die Verantwortlichen der Krankenhäuser wiesen auf die gewaltige von ihnen bereits erbrachte Einsparleistung hin. „Das für die nächsten zwei Jahre angezielte Volumen von deutschlandweit 1,1 Milliarden Euro wird aufgrund der aktuellen Vergütungsregelungen bereits Ende 2011 weit übertroffen sein. Die Krankenhäuser haben jetzt eine Atempause nötig; das Spargesetz muss in 2012 ausgesetzt werden“, so Frau Dr. Hünefeld.