Freitag, 13.09.2013

Tag der offenen Tür im 165 Jahre „jungen“ St. Rochus-Hospital

Aus Anlass des 165jährigen Jubiläums des St. Rochus-Hospitals fand Anfang September ein Tag der offenen Tür stand. Dieses Fest stand zugleich in Verbindung mit dem Jubiläum der Stadt Telgte, welcher vor 775 Jahren die Stadtrechte verliehen worden waren. Das St. Rochus-Hospital und die Stadt Telgte verbindet daher eine langjährige und abwechslungsreiche Geschichte. 1844 wurde in der Stadt durch Pater Christoph Bernsmeyer der Orden der Mauritzer Franziskanerinnen gegründet. 1848 erfolgte dann die Gründung des St. Rochus-Hospitals.

 

 

Begonnen hatte das Festwochenende mit einem Patienten- und Bewohnersommerfest am Donnerstag zuvor. Im Mittelpunkt stand ein Menschenkickerturnier mit zehn Mannschaften der verschiedenen Bereiche. Auch die Direktoriumsmitglieder zeigten dabei ihr fußballerisches Können.

Das Betriebsfest am Freitag Abend lockte über 400 Mitarbeiter an, die bei den Klängen der Top-40-Band „Smile“ aus Osnabrück die Tanzfläche zum Beben brachten und bis in den frühen Morgen den Hospitalgeburtstag ausgiebig feierten. Eingeladen waren hierzu auch die ehemaligen Mitarbeiter der Fachklinik, die wie die Nachbarn des Rochus-Hospitals auch schon am Nachmittag von Geschäftsführer Volker Hövelmann Informationen über die weiteren Entwicklungspläne des Hospitals erfahren hatten.

Der Tag der offenen Tür am Sonntag begann mit einem Gottesdienst, dem Pater Hans-Ulrich Willms vorstand.  Im vollbesetzten Festzelt, welches in der Parkanlage des neuen Psychotherapiegebäudes stand, ging der evangelische Krankenhausseelsorger Karl-Heinz Köster in seiner Predigt auf die facettenreiche Bedeutung der offenen Tür ein.

Geschäftsführer Volker Hövelmann unterstrich in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Telgte. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Telgte, Karl-Heinz Greiwe, sprach die besten Wünsche aus Rat und Politik aus. Als politischer Vertreter und zugleich Nachbar der Fachklinik hob er die besondere Bedeutung des St. Rochus-Hospitals für die Stadt Telgte hervor. Weitere Ehrengäste waren Generaloberin Schwester M. Sherrey Murphy, die neu gewählte Provinzoberin Schwester M. Herbertis Lubek und Dr. Klaus Goedereis sowie Dr. Nils Brüggemann aus dem Vorstand der Franziskus-Stiftung Münster.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür nutzten an die 3.000 interessierte Besucher die Gelegenheit, die neuen Gebäude zu besichtigen und sich über die Behandlungskonzeptionen zu informieren. Besonders das 2012 fertiggestellte Psychotherapiegebäude und das Hallenbad fanden besondere Anerkennung. Bei Vorträgen und geführten Rundgängen wurden einzelne Krankheitsbilder und Behandlungsformen erläutert. Die Ausführungen über die Bewegungstherapie, die Ergo- und Arbeitstherapie und das Erinnerungszimmer fanden hierbei viele aufmerksame Zuhörer.

Viele Bereiche des Hauses hatten Informationsstände vorbereitet, bei denen konkrete Fragestellungen an die Mitarbeiter der verschiedensten Professionen gestellt wurden. Die Besucher zeigten sich dabei von der positiven Atmosphäre äußerst beeindruckt.

Während die Kinder sich über Aktionsgeräte wie das Aquabällebad und die Trampolinanlage im Garten des Ordensschwesterwohnheims erfreuten, genossen viele Erwachsenen in den eigens aufgestellten Loungemöbeln die reizvoll angelegte Parkanlage. Gekühlte Getränke, Cocktails wie auch Kuchen und warme Speisen trugen dabei zu einem kurzweiligen Besuch bei.

„Das Rochus ist mit seinen 165 Jahren doch ganz jung geblieben und dabei immer mehr ein fester Bestandteil der Stadt Telgte geworden“, brachte eine Besucherin nach ihrem Besuch in der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ihre Eindrücke auf den Punkt.